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Das richtige Koifutter für gesunde Fische

Koi haben einen relativ hohen Energiebedarf, der oftmals deutlich über dem Energiebedarf von anderen Teichfischen liegt. Damit die Tiere optimale Futterbedingungen vorfinden, sollten sie deshalb mit einem speziellen Koifutter gefüttert werden, denn nur mit der richtigen Nahrung kann ein optimales Wachstum der Fische erreicht werden. Doch nicht jedes Koifutter ist gleich. Je nach Jahreszeit, Koi und Bedarf gibt es große Unterschiede was das Futter angeht.

Unterschiede bei Koifutter und Fütterung

Der Stoffwechsel von Koi ist stark von der Wassertemperatur abhängig. Je wärmer das Wasser, desto mehr Koifutter kann von den Tieren verwertet werden. Im Frühjahr und Herbst sollten die Fische Nahrung erhalten, die leicht verdaulich ist und das Teichwasser nicht belastet. Sobald die Wassertemperatur steigt, kann im Frühjahr beziehungsweise Sommer auf entsprechendes Sommerfutter umgestiegen werden. Für sehr heiße Tage gibt es sogar Koifutter, welches speziell auf das Wachstum der Fische ausgelegt ist. Da dieses Futter einen höheren Protein- und Fettanteil hat, sollte sogenanntes Sommerfutter nur ab einer Wassertemperatur von 16 Grad Celsius verabreicht werden. Ebenso verhält es sich bei sogenanntem Farbfutter. Dieses sorgt mit Hilfe von Spirulina-Algen oder Carotin dafür, dass das Rot der Koi besonders hervorgehoben wird. So soll die Farbe der Tiere besonders prächtig werden.

Es gibt auch Koifuttermischungen, welche verschiedene Koifuttersorten für Wachstum und Farbe enthalten. Je nach Koifuttermix können sich die Temperaturbereiche, in welchen die Mischung gefüttert werden können, unterschiedlich ausfallen.

Ebenso gibt es auch sogenanntes Ganzjahresfutter. Dieses beinhaltet eine Koifuttermischung, welche bereits ab einer Wassertemperatur von 8 Grad Celsius verabreicht werden kann.
Sämtliche Koifuttersorten können in unterschiedlichen Korngrößen erworben werden. Dabei gibt es die Unterteilung in Mini, Medium oder Large beziehungsweise Maßangaben wie 3 Millimeter, 6 Millimeter, 8 Millimeter oder 10 Millimeter. Sollten sich in einem Teich Koifische in unterschiedlichen Größen befinden, so sollte auch das Koifutter in unterschiedlichen Pelletgrößen verfüttert werden. Für Koi mit einer Größe von 3 bis 10 Zentimetern sollte eine Korngröße von 3 Millimetern oder der Bezeichnung ‚Mini‘ gefüttert werden. 10 bis 25 Zentimeter große Koi sollten eine Futtergröße von 6 Millimetern oder der Bezeichnung ‚Medium‘ gefüttert bekommen und Koi ab 25 Zentimeter sollten mit Futterkörnern ab 6 Millimetern oder der Bezeichnung ‚Large‘ gefüttert werden. Bei der Aufzucht der Tiere empfiehlt sich spezielles Staub- oder Aufzuchtsfutter.

Koifuttersticks sind in der Regel nicht empfehlenswert, da diese oftmals mit Luft aufgeschäumt sind und deshalb weniger Inhalt haben als gepresste Pellets.
Besondere Leckerbissen für Koi sind Seidenraupen oder Seidenraupenpuppen. Diese können während des Sommers unter das normale Koifutter gemischt werden. Dabei sorgt diese Futterergänzung für eine natürliche Proteinabgabe.
Andere natürliche Proteinfuttersorten neben den Seidenraupen sind Süßwassershrimps und Gammarus. Letztere sorgen für eine schöne Farbe der Koi.

 

Zu unserem Koifutter

Zusammensetzung von Koifutter

Koifutter sollte aus einer Proteinquelle, einer Fettquelle, einer Vitamin- und Mineralienmischung, einer Kohlenhydratquelle und eventuell auch Additiva für Farbe und Gesundheit zusammengesetzt sein.
Die Energie des Koifutters kann in drei Kategorien unterteilt werden: Die Gesamtenergie, welche freigesetzt wird, wenn das Futter vollständig verbrannt wird, die verdauliche Energie, welche vom Fisch verwertet werden kann und die verstoffwechselbare Energie, die übrig bleibt, wenn der Koi die im Futter enthaltenen Fette und Kohlenhydrate oxidiert hat.
Haupt-Rohstoffe im Koifutter sind Fischöl und Fischmehl. Gängige Alternativen hierfür sind Sojabohnen, Rapssamen, Weizen, Blut- und Federmehl. Ein wichtiges Kriterium für die Wahl einer solchen Alternative sind die enthaltenen Aminosäuren, welche im Idealfall den Aminosäuren des Fischmehls ähneln sollte. Essentielle Aminosäuren können jedoch auch extra hinzugefügt werden.

Wirkung der verschiedenen Nahrungsbestandteile

  • Proteine sind für den Aufbau von Gewebe sowie für die Bildung von Hormonen und Enzymen notwendig. Die Proteinenergie kann von den Koi allerdings nicht vollständig genutzt werden. Der Grundbaustein von Proteinen sind Aminosäuren, von denen nicht alle durch die Nahrung aufgenommen werden können. Ein Proteinmangel kann zu schlechtem Wachstum, Wirbelsäulenverkrümmungen, Verfettungen und Leberschäden führen.
  • Fette sind ein wichtiger Energielieferant für Koi. Zudem sind sie ein wichtiger Bestandteil der Zellmembran der Fische. Essentiell für die Tiere sind ungesättigte Linonel- und Linolsäuren. Bei falscher oder zu langer Lagerung können Fette oftmals ranzig werden, weshalb abgelaufenes Futter nicht mehr verabreicht werden sollte. Ein Mangel an ungesättigten Fetten kann verantwortlich für Minderwuchs, Konditionsmangel, Krankheitsanfälligkeit und Verfettung bei den Koi sein.
  • Kohlenhydrate wie Stärke, Zucker und Ballaststoffe sind für die Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels wichtig. Obwohl Fische Kohlenhydrate ganz allgemein eher schlecht verwerten können, benötigen sie dennoch einen großen Anteil an hochwertigen Kohlenhydraten.
  • Mineralien sind für Stoffwechselprozesse und Körpergewebe verantwortlich. Sie werden in Mengen- beziehungsweise Makroelemente und Spuren- beziehungsweise Mikroelemente unterschieden. Zu Mengenelementen zählen Calcium und Phosphor, die für die Nerven- und Muskelfunktionen sowie den Membranaufbau wichtig sind. Allerdings verhindert ein hoher Anteil von Calcium im Futter die Aufnahme von Phosphor. Nicht verwertbares Phosphor wird ausgeschieden und kann sich dann negativ auf die Wasserqualität auswirken. Magnesium, Natrium, Kalium und Chlor sind für den Stoffwechsel der Koi essentiell. Für den Sauerstofftransport im Blut ist Eisen unverzichtbar. Um Schilddrüsenunterfunktionen zu vermeiden sollte zudem auf eine ausreichende Jodzufuhr geachtet werden. Ein Teil des Mineralstoffbedarfs kann von den Koi direkt aus dem Wasser bezogen werden, so dass es sinnvoll ist, Mineralstoffe zusätzlich direkt in das Teichwasser zu geben.
  • Die richtige Menge an Vitaminen ist für Koi überlebenswichtig. So kann ein Mangel an Vitaminen zum Tod führen, eine zu hohe Dossierung kann aber auch zu einer gefährlichen Hypervitaminose führen, welche gesundheitliche Schäden nach sich zieht. Da vitaminhaltiges Futter besonders empfindlich ist, was die Lagerung angeht, sollte auch hier kein abgelaufenes Futter verabreicht werden. Die Mengen an Vitaminen müssen entsprechend aufeinander abgestimmt werden, da sie bei der Aufnahme miteinander konkurrieren und nur im richtigen Verhältnis zueinander wirksam sind. Wasserlösliche Vitamine müssen täglich zugeführt werden, da sie im Gegensatz zu den fettlöslichen Vitaminen nur kurzzeitig gespeichert werden können. Nicht genutzte wasserlösliche Vitamine können einfach ausgeschieden werden. Fettlösliche Vitamine hingegen werden langfristig in der größtmöglichen Menge gespeichert. Eine extra Zugabe von den Vitaminen A, D und C ist nicht nötig, da die Vitamine A und D in den gängigen Koifuttermitteln ausreichend vorhanden sind und Vitamin C von den Fischen selbst hergestellt werden kann. Extra hinzugefügt werden müssen aber die Vitamin B-Stoffe, da diese oft nur unzureichend im Futter vorhanden sind, aber eine große Bedeutung für den Stoffwechsel und das Immunsystem der Koi haben. Vitamin B1 ist wichtig für die Funktion des Nervensystems, des Magen-Darmtrakts und der Herzmuskeltätigkeit. Außerdem wird es für den Stoffwechsel von Proteinen und Kohlenhydraten benötigt. Vitamin B2 ist für Oxidationsvorgänge im Stoffwechsel, Wachstum und Augenfunktion wichtig. Zudem führt ein Vitamin B2 Mangel zu Hirnschäden, vermindertem Sehvermögen und Leberverfettung. Das Vitamin B6 ist ebenfalls am Proteinstoffwechsel beteiligt und kann bei unzureichender Aufnahme zu Hautentzündungen und nervösen Störungen führen. Vitamin B12 kann sowohl selbst gebildet als auch durch tierische Nahrung aufgenommen werden. Als Coenzym ist es an Stoffwechselreaktionen beteiligt. Ein Mangel an Vitamin B12 kann zu Hautveränderungen, verminderter Fortpflanzungsfähigkeit und schlechter Verwertung von Nahrung führen. Insbesondere junge Fische benötigen zudem Pantothensäure für den Stoffwechsel von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten, da ein Mangel zu Kiemenproblemen, Schleimhaut- und Leberschäden sowie Wachstumsdepressionen führt. Folsäuremangel verursacht schlechtes Wachstum und Blutarmut. Ebenfalls für schlechtes Wachstum sorgen auch ein Mangel an Biotin und Inosit.

Welche Eigenschaften sollte Fischfutter haben?

Ein wichtiges Kriterium, welches Fischfutter im Gegensatz zu anderem Tierfutter erfüllen muss, ist die Beschaffenheit in Verbindung mit Wasser. Fischfutter muss stabil und staubfrei sein und zudem eine fischgerechte Größe haben.

Farbstärkendes Futter

In erster Linie sind die Farbanteile der Koi genetisch bedingt, allerdings lassen sich Ausprägung und Glanz der Koifarbe von der Nahrung beeinflussen. Bei ausgewogener Ernährung und wenig Stress ist die Farbe der Fische meist intensiver und glänzender. Insbesondere das Rot und Orange der Fische kann durch Futter mit Carotin verstärkt werden. Ebenso können Spirulina-Algen im Futter für eine Farbverstärkung sorgen. Diese dürfen allerdings nicht zu hoch dosiert werden, da es sonst zu Unverträglichkeiten und Vergiftungserscheinungen bei den Fischen kommt.

Fütterung anhand der Temperatur

Koi gehören zu den wechselwarmen Lebewesen, das bedeutet, dass der Stoffwechsel der Tiere stark von der Umgebungstemperatur abhängig ist. Bei niedrigen Temperaturen ist der Stoffwechsel der Tiere stark runtergefahren, trotzdem sollte ihnen auch dann geeignetes Futter zur Verfügung stehen. Ein Auslassen der Fütterung ist nicht zu empfehlen, da die Tiere solange sie noch aktiv sind, Energie verbrauchen und dies mit entsprechender Nahrung auch ausgleichen müssen.
Ab einer Wassertemperatur von circa 16 Grad Celsius fährt der Stoffwechsel der Tiere hoch. Zwischen 20 und 25 Grad Celsius läuft der Stoffwechsel in Höchstform. Auch das Immunsystem der Fische arbeitet dann besonders effektiv. Vitaminzusätze sollten erst ab einer Temperatur von 16 Grad Celsius gefüttert werden, da diese erst dann von den Koi richtig aufgespalten werden können. Ansonsten werden sie meist unverdaut wieder ausgeschieden, so dass sie den Fischen nichts nutzen und gleichzeitig der Wasserqualität schaden.

Wie viel Futter braucht ein Koi?

Koi besitzen keinen Magen, weshalb sie in erster Linie niemals satt sind und unentwegt nach Futter betteln. Wegen des fehlenden Magens verhält es sich auch so, dass, je kleiner die Nahrung ist, desto besser kann sie von den Koi verdaut werden, weshalb sich für die Fütterung besonders Pellets eignen. Empfehlenswert ist für einen Koi eine Futtermenge von ein bis zwei Prozent seines Körpergewichts. Zusätze können zwei bis dreimal pro Woche in kleinen Mengen zugefüttert werden.

Sinkt die Temperatur unter 16 Grad Celsius arbeitet der Stoffwechsel der Koi langsamer, weshalb die Fütterungsmenge entsprechend angepasst werden sollte. Dann sollte nur noch leicht verdauliches Futter in Mengen von 0,5 bis 1 Prozent des Körpergewichtes gefüttert werden.
Sinken die Temperaturen weiter unter 10 Grad Celsius müssen die Koi je nach Vitalität nur noch alle zwei bis drei Tage gefüttert werden.
Zu viel Futter führt bei den Fischen zu Nieren- und Leberschäden auf Grund von Verfettung.

Was sollte beim Kauf von Koifutter beachtet werden?

  • Die Zusammensetzung des Koifutters sowie seine Inhaltsstoffe sollten ausreichend gekennzeichnet werden. Grundsätzlich geben die Futteretiketten in Deutschland relativ detailliert Auskunft über das entsprechende Produkt, so müssen neben der Zweckbezeichnung des Futters, auch der Gehalt der Inhaltsstoffe sowie die Zusammensetzung des Futters angegeben sein.
  • Wichtigster Nährstoff im Futter ist Rohprotein.
  • Mindestens 30 Prozent des Futters sollten Proteine sein, wobei pflanzliche Proteine nicht so gut verwertet werden können.
  • Der Wassergehalt des Koifutters sollte möglichst gering sein, damit möglichst viele Nährstoffe im Futter enthalten sind. Außerdem ist die Nahrung umso haltbarer, je weniger Wasser in ihr enthalten ist.

Koifutterring

Ein sogenannter Koifutterring ist eine ringartige Vorrichtung, welche auf die Wasseroberfläche des Teiches gelegt werden kann. Das Koifutter wird dann in die Mitte dieses Ringes gegeben. So wird verhindert, dass sich die Koinahrung über die gesamte Teichoberfläche verbreitet. Mit Hilfe einer Schnurr kann der Futterring am Teichrand befestigt werden, so dass die Fütterung immer an einem bestimmten Platz stattfindet.

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