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Männlein oder Weiblein?

Männlich oder Weibliche Koi?

Auf Grund ihres ruhigen Wesens, aber vor allem wegen ihres Wachstumspotentials und der damit verbundenen Eigenschaft, besonders große und voluminöse Körper zu entwickeln, sind es meist die weiblichen Koi, die bei den Koi-Liebhabern im Vordergrund stehen. Zur Ausbildung eines solchen Körpers und seiner Farbgebung bedarf es manchem Weibchen bis zu 10 Jahre Entwicklung.

Die Einstellung gegenüber männlichen Koi dagegen ist eher auf Nachteile fokussiert: Die vergleichsweise schnelle Entwicklung führt häufig zu einem Wachstumsstopp vor der 70cm-Marke und zu einer scheinbar dürftigen Volumenentwicklung.

Nun sollte man meinen, es seien die männlichen Koi, die im Falle einer Kaufentscheidung den Kürzeren ziehen. Dem ist nicht so. Gerade durch ihre schnelle Farbentwicklung und dem daraus folgenden vergleichsweise starken Glanz, sind es meist die Männchen, die bis zu einer Größe von ~ 70cm die auffälligeren sind. Das liegt daran, dass die weiblichen Koi zu diesem Zeitpunkt voll in der Entwicklung stehen, die männlichen jedoch bereits ihre Farbpracht entfalten konnten und somit attraktiver wirken.

 

Für welches Koi Geschlecht ist der eigene Teich geeignet?

Bietet er die Möglichkeit der freien Entfaltung eines großen, voluminösen weiblichen Koi-Körpers? Oder sind es doch die männlichen Koi, die durch ihre glänzenden Farben auch ohne größeres Wachstumspotential im Teich zur Geltung kommen?

Beobachtet man einige einjährige Koi, so lässt sich feststellen, dass darunter etwa die Hälfte bereits voll entwickelte glänzende Farben hat, die andere eher matte und wenig glänzende. Natürlich gibt es keinerlei Garantie, doch man kann guten Gewissens davon ausgehen, dass es die männlichen Koi sind, deren Farben bereits weiter entwickelt und damit auch intensiver sind. Außerdem sind sie in diesem Alter auch meist größer als die Weibchen, da deren Entwicklung meist zeitaufwendiger ist. Es sind also meist die männlichen Koi, zu denen man vor einer Kaufentscheidung tendieren würde.

Bei den zweijährigen Koi gilt ähnlich wie bei den einjährigen: Intensivere Farben, insbesondere das weiter entwickelte Schwarz von Showa und Sanke sprechen für männliche Koi. Bei den bereits geschlechtreifen Weibchen zeigt sich meist auch ein (kleiner) Laichansatz.

Die Geschlechtsbestimmung anhand der Brustflossen ist bei den zweijährigen Koi noch recht schwierig. Eindeutig ist jedoch folgende Methode: Der Koi wird in einen Behälter gesetzt und es wird mit Daumen und Zeigefinger am Strahl der Brustflosse entlang gefahren. Ist dieser Strahl rau, so handelt es sich um ein männliches Exemplar.

 

Würden weibliche und männliche Koi ab dem zweiten Lebensjahr zusammen im Naturteich leben, würde dies mit Sicherheit zum Ablaichen führen. Dabei könnte es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen, da Koi besonders hart zur Sache gehen. Auch bei besonders wertvollen Beständen ist dies der Grund der Entscheidung für oder gegen männliche Exemplare. Um nur einige Gründe für die Abneigung der Züchter gegen männliche Koi zu nennen.


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