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Antibiotika und Salz im Koi-Teich

Medikamente sind manchmal ein zwangsläufiges Übel, wenn man seine Koi gesund halten will. Es gilt aber bei jedem Einsatz darauf zu achten, dass die Medikamente richtig dosiert und angewendet werden, da sie sonst Flora und Fauna des Teichs sowie den Fisch selber schädigen können. Antibiotika und Salz sind zwei sehr unterschiedliche Arten den Fisch zu behandeln. Beide kommen bei Koi-Besitzern allerdings regelmäßig zur Anwendung, weshalb es wichtig ist, den richtigen Einsatz genau zu kennen.

Antibiotika

Obwohl es keinerlei Nutzen hat, einen Befall mit Parasiten mit Antibiotika zu behandeln, so wird es doch oft eingesetzt. Meist ist die Begründung dafür die selbe: Man wollte eben nichts unversucht lassen. Symptome für bakterielle Infektionen sind häufig folgende: Kiemen und Haut sind gerötet, flächige Blutungen, ausfransende Flossen, Entzündungen der Schuppentaschen oder offene Hautläsionen. Doch alle diese Symptome sind nicht weniger typisch für einen Ektoparasitenbefall. Daher sollte erst durch einen Abstrich von Haut und Kiemen geklärt werden, dass kein Parasitenbefall vorliegt, bevor Antibiotika zum Einsatz kommt.
Hat ein Befall mit Parasiten jedoch bereits zu anderen Infektionen geführt, so kann auch dann Antibiotika als Stütze verabreicht werden. Die eigentliche Ursache sollte aber auch in diesem Fall zuvor sicher beseitigt worden sein.

Symptome wie ein aufgeblasen wirkender Körper, Schuppensträube und Glotzaugen sind Zeichen einer schweren bakteriellen Infektion. Koi in diesem Stadium können häufig nicht mehr gerettet werden. Im Anfangsstadium müssen diese Fische daher besonders gründlich untersucht werden, um den Befall anderer zu vermeiden. Ist der Krankheitserreger festgestellt, sollte auch nur der betroffene Fisch behandelt werden.

Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten?

Biofilter werden vollständig zerstört, wenn das Antibiotikum als Lösung im gesamten Teich angewendet wird. Eine Folge davon ist, dass Ammonium- und Nitritwerte in die Höhe schnellen und sich damit auch die Krankheitssymptome der Fische eher verschlimmern. Durch jeden unnötigen Einsatz von Antibiotika wird die Resistenzbildung der Bakterienstämme gefördert.
Jeder unnötige Einsatz von Antibiotika verschlechtert außerdem auch die Heilungschancen der Fische im Falle einer tatsächlich bakteriell bedingten Erkrankung.
Generell sollten zur Behandlung von Fischen nur Präparate verwendet werden, die in Zucht und Haltung üblich sind, da es Stoffe gibt, die von Fischen nicht vertragen werden.

Salz

Jodfreies Kochsalz wird in der Fischhaltung in schwacher Dosierung häufig zur Unterstützung des Immunsystems angewendet, beim Transport zur Erhöhung der Verträglichkeit von Nitrit oder als hochdosiertes Kurzbad gegen Karpfenläuse und andere Haut- oder Kiemenparasiten. Als konzentrierte Lösung ist es zur Desinfektion geeignet.

Generell gilt: Salz sollte nur nach Analyse der Wasserwerte und in Absprache mit Fachleuten angewendet werden. Eine Nachdosierung ist niemals notwendig, da das Salz nicht aufgebraucht oder abgebaut wird oder verdunstet. In einem Teich, der kein Wasser verliert (z.B. durch versickern oder überlaufen), hält ein Salzvorrat ewig.

Falls eine Salzbehandlung durchgeführt werden sollte, wird die Konzentration des Bades nach und nach erhöht. Dadurch wird der osmotische Stress der Fische, der durch das Salzwasser entsteht, verringert. Trotzdem sollten die Fische währenddessen unter Beobachtung stehen, um bei Unverträglichkeiten frühzeitig eingreifen zu können. Beginnen die Tiere zum Beispiel, sich auf die Seite zu legen, so sollten sie sofort in frisches Wasser gesetzt werden.
Bei einer Salzanwendung kann es ebenfalls zu Schädigungen an den Pflanzen kommen, wie beispielsweise reduziertem Wachstum oder Absterben besonders empfindlicher Arten.

Gegen sich plötzlich verschlechternde Wasserqualität kann Salz eingesetzt werden, um im Notfall die schädliche Wirkung von Nitrit auf den Fisch zu mindern.

Im Falle leichter Hautinfektionen mit einzelligen Hauttrübern, kann ein Salzbad eine harmlose und effektive Behandlung sein. Ein Salzbad als Immunstimulanz regt die Schleimbildung der Haut an kann auch prophylaktisch genutzt werden.

 

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