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Welche Faktoren beeinflussen den pH-Wert im Koiteich?

Die besonderen Risiken bei der Haltung von Fischen im Teich erfordern eine regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte. Übergänge wie Wasser/Filter, Wasser/Schlamm, die Beleuchtung und die Lichtverhältnisse, aber auch die Temperaturverläufe und die Schichtung des Wassers sind dabei unter besondere Beobachtung zu stellen, da sie den pH-Wert beeinflussen.

In der Praxis passieren dabei nicht selten Fehler, die die Fische das Leben kosten können. Die häufigsten Unfälle sind im Nachfolgenden aufgeführt:

Das mechanische Entfernen von Algen

Der Schlamm im Teich ist meist neutral, beziehungsweise im niedrigen pH-Bereich angesiedelt. Er ist mit ungiftigem Ammonium versetzt, sowie häufig auch mit Zeolith. Bei der mechanischen Entfernung von Algen oder Pflanzen wird der Schlamm aufgewirbelt und das Ammonium freigesetzt (es wird dann giftig!). Meist wird angeraten eine Teichreinigung zwischen September und Oktober durchzuführen, wobei dann trotzdem unmittelbar vor der Reinigung die pH-Werte bestimmt werden müssen. Gegebenenfalls ist es auch sinnvoll, die Tiere kurzzeitig umzusetzen und einen Teilwasserwechsel nach der Reinigung in Betracht zu ziehen.

Die Filterreinigung

Zuallererst sollte an dieser Stelle gesagt werden: Sind im Teich Nitrit oder Ammonium nachzuweisen, beziehungsweise ein hoher pH-Wert, sollten Sie die Reinigung unbedingt vertagen! Die Inbetriebnahme eines gereinigten Filters dauert ca. eine Woche. Auch nach der Winterhälterung sollte dies bedacht werden, da eine abbauende Biologie besonders im Frühjahr bis zu 12 Tagen Anlaufzeit benötigen kann.

Die Belüftung

Gerade in den Sommermonaten ist in den Abendstunden und nachts häufig ein Sauerstoffdefizit nachzuweisen. Je wärmer es ist, desto weniger löslich ist der Sauerstoff. Dazu kommt, dass die Wasserpflanzen und Algen tagsüber zwar Sauerstoff produzieren, ihn ohne Lichtzufuhr jedoch auch verbrauchen. Bei der Belüftung des Wassers wird dem Wasser Kohlenstoffdioxid entnommen, was den pH-Wert ansteigen lässt (häufig über 8). Eine Belüftung über den Tag verursacht eine Senkung des Sauerstoffgehalts (bis zu 100%), da dieser auf Grund der Photosynthese tagsüber weit über dem Sättigungsgrad liegt. Eine Belüftung ist grundsätzlich sinnvoll, sollte bei belastetem Wasser aber besser nur von der Dämmerung bis zur vollen Tageslichtentwicklung eingestellt sein. Auch einen sicheren Gasaustausch sollten sie gewährleisten können, zum Beispiel über eine Venturi-Düse.

Über die Belüftung im Winter lässt sich hauptsächlich eines sagen: Sie ist nicht besonders sinnvoll. Durch das Aufwirbeln der Wasserschichten (unten wärmeres Wasser, oben kaltes/Eis) und durch die Belüftung selbst kühlt das Wasser stark ab. Ihren Fischen zuliebe sollten Sie das vermeiden, denn es kann bis zum Erfrierungstod führen. Beim Eisfreihalten sollte man außerdem darauf achten, dass man die Tiere nicht in ihrer Winterruhe stört, indem man das Eis einschlägt oder darauf herumläuft. Da ein kleiner Teil der Oberfläche auf jeden Fall eisfrei bleiben muss, eignen sich hierfür Eisfreihalter oder Teichheizstäbe ideal.

Um eine möglichst stabile pH-Situation zu schaffen, sollten Sie bereits beim Teichbau auf ein erfahrenes Unternehmen zurückgreifen und auf unschädliche und wasserfeste Materialien bestehen.

Das Rohwasser

Nicht alle Wasser sind gleich. Regenwasser ist frei von Härte und hat einen pH-Wert zwischen 3 und 6. Seine Pufferkapazität ist sehr gering, was es alleine nicht empfehlenswert zum Einsatz im Teich macht.

Leitungswasser ist entweder Grund- oder Oberflächenwasser und kann alle nur möglichen pH-Werte und Härtegrade haben. Oberflächenwasser wird desinfiziert mit Hypochlorit, Chlor oder Ozon. Alle diese Stoffe sind extrem giftig für Fische und müssen vor etwaigem Einsatz von Leitungswasser entfernt werden. Auch ist zu bedenken, dass das Leitungswasser meist kalt ist. Es sollte immer 5 bis 10 Minuten ablaufen können, bevor es in den Teich gelangt.

Brunnenwasser hat mit Abstand die größte Vielfalt, ist aber meist ganzjährig kalt und sollte nur nach ausgiebigen Analysen verwendet werden. Von Söll gibt es konservierte Wasserprobenbehälter, die das Wasser und seine Beschaffenheit auf dem Weg zum Labor sicher konservieren.

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