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Woran kann man das Wachstumspotential beim Koi erkennen?

Nicht selten hört man davon, dass Kopf und Augen, die Größe des Mauls, das Rückgrat und die Kiemendeckel Aufschluss über das potentielle Wachstum bei Koi geben. Dazu lässt sich einiges sagen, wobei näher darauf eingegangen werden soll, welche Eigenschaften weshalb gerne gesehen sind.

Die Kopfform

Dass die Körperform von der Kopfform negativ beeinflussbar ist, zeigen einige Fakten klar und deutlich auf:
Ein kurzer Kopf zieht eine weit nach vorne reichende Rückenlinie nach sich.
Kurze Kiemendeckel verursachen einen hochgezogenen Bauch und Rücken.
In den meisten Fällen ist ein hochgezogener Rücken keinesfalls ein Zeichen für potentielles Wachstum, sondern viel mehr eine Fehlbildung.
Ein weiterer Punkt, der auf Qualität des Koi schließen lässt, ist der Glanz und die Dichte der Pigmente. Ein Zeichen minderer Qualität sind zu kurze Flossen, ein zu kurzer Schwanz oder gar verformte Flossen.

Ein besonderer Punkt, den es zu beachten gilt, wenn man das potentielle Wachstum des Koi einschätzen möchte ist das Fressverhalten. Damit ist nicht gemeint was der Fisch frisst, sondern viel mehr wie viel davon. Ist er der erste, der zum Futter kommt und der letzte, der geht? Das ist ein gutes Zeichen. Nur wer gut frisst, kann auch genug Energie in gutes Wachstum investieren. Auch sind zurückhaltende Fresser meist diejenigen, die auch besonders stressempfindlich sind. Die guten Fresser haben meist eine Gemeinsamkeit, nämlich ein großes Maul. Auch das ist ein Merkmal, welches in der Beurteilung des Wachstums nicht zu vernachlässigen ist.

Oft hört man, dass der Kopf in etwa so lang sein soll, wie die Augen zu einander entfernt sind. Das ist grundsätzlich richtig, gilt jedoch nur bei ausgewachsenen Koi. Bei Jungfischen ist es von großer Bedeutung, dass der Kopf länger als der Abstand der Augen ist.

Mit dem Alter kommt auch das Wachstum, welches sich vor allem auf die Breite bezieht. Daher wirken kurze Köpfe bei älteren Fischen oft unpassend. Je breiter der Fisch also wird, desto mehr fällt ein kurzer Kopf (negativ) auf.
Durch das Wachstum gleichen sich Länge und Breite des Kopfes an. Geschieht dies früh, kann davon ausgegangen werden, dass sich auch das Wachstum bald einstellt.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Jungfische (mit Ausnahme der oben genannten Varietäten) mit längeren Köpfen als der Abstand der Augen breit ist, vermutlich gut wachsen werden. Später trägt auch dieser wohlgeformte Kopf das Bild des wohlproportionierten Körpers. Ein kurzer Kopf macht dieses Bild nicht wirklich schöner.

Die Beurteilung dieses Länge-Breite-Verhältnisses lässt sich am besten im Becken vornehmen. Natürlicherweise beurteilen wir den Fisch im Blick von oben herab. Fotografien sind meist weniger realistisch, wenn sie von vorne gemacht wurden.

Von oben fotografiert stellt es den Fisch viel wahrheitsgetreuer dar, was daran zu erkennen ist, dass die Rückenflosse sehr nah an den Rändern der Brustflosse zu beginnen scheint. Von vorne fotografiert wirkt der Kopf immer lang, da die Rückenflosse viel zu weit hinten zu beginnen scheint.

Haut und Kiemendeckel

Ein weitere Punkt, der wichtig zur Beurteilung des Fisches ist, sind die Kiemendeckel. Je länger die Kiemendeckel, desto geringer die Möglichkeit, dass der Fisch klein und stämmig bleibt. Ein hoher Rücken, welcher eher als Makel zu sehen ist, steht in direktem Zusammenhang mit den Kiemendeckeln.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal von Koi ist die Haut. Von ihr sollte man einen hohen Glanz erwarten, da dies nicht nur schön wirkt, sondern auch einen besonderen Grund hat. Die Haut eines glänzenden Koi altert langsamer. Der Glanz ist jedoch nicht ausschließlich angeboren, sondern wird durch die Ernährung beeinflusst. Eine gute ausgewogene Ernährung kann den Glanz eines Koi verstärken, eine schlechte Fütterung kann ihn durch Schleimhauttrübungen vernichten. Um den Glanz am besten beurteilen zu können, ist es ratsam sich vor allem Kopf und Brustflossenansatz einmal genau anzusehen. An diesen Stellen sitzen die Glanz-Zellen besonders dicht beieinander. Häufig zeigen sich auf jungen Koi auch glänzende Schuppen, die bei genauerem betrachten jedoch keine Ginrin-Schuppen sind. Die Glanz-Kristalle setzen sich mit zunehmendem Alter tiefer in der Haut fest. Auch Schuppen, deren äußerer Rand glänzt, sind ein Qualitätszeichen.

Bei metallischen Koi ist es besonders wichtig, dass der Glanz möglichst lange erhalten bleibt. Für den metallischen Effekt braucht es extrem viele Glanz-Kristalle, je mehr Kristalle schon in jungen Jahren sichtbar sind, desto besser. Besonders gut sind diese Kristalle am Kopf zu erkennen.

Abschließend ist festzuhalten, dass es also mehrere Merkmale zu beachten gibt, wenn man auf das Wachstumspotential und die Zukunft eines Koi schließen möchte: Das Fressverhalten, die Länge des Kopfes, die Kiemendeckel und der Glanz der Haut.


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